Teil 6 | ELSTI und die Zauberbirne

„Oh“, sagte Schneckbert. „Das klingt anstrengend.“

ELSTI flatterte aufgeregt umher.
„Diese Birne! Sie zeigt mir, was Dinge wirklich sind! Sie ist kein Obst – sie ist eine Entscheidung!“

Sie pickte noch einmal.

ZACK.

Jetzt wusste sie es ganz genau:
Der alte Löffel war eigentlich ein Philosoph.
Die Marmelade ein unterschätztes Talent.
Und das Brötchen? Ein verkannter Künstler mit harter Schale und weichem Kern.

„Unglaublich!“, jubelte ELSTI. „Ich verstehe das Leben! Und das Frühstück! Und warum Socken immer verschwinden!“

Schneckbert blinzelte.
„Kann die Birne mir sagen, warum ich so langsam bin?“

ELSTI sah ihn an. Sanft. Weise. Kurz.
„Nein. Aber sie sagt, dass du genau richtig bist.“

Schneckbert lächelte. Sehr langsam.

Nach dem dritten Biss begann die Magie zu verblassen. Das Leuchten verschwand. Die Birne war… einfach nur eine Birne. Lecker, aber still.

ELSTI setzte sich. Atmete durch.
„Tja“, sagte sie feierlich. „Das war ein solides Frühstück mit metaphysischem Mehrwert.“

Fortsetzung folgt.


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